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Forschungsprojekt «Internes Kontrollsystem und Risikomanagement für Schweizer Gemeinden
 
Treuhand- und Revisionsgesellschaft

Forschungsprojekt «Internes Kontrollsystem und Risikomanagement für Schweizer Gemeinden

 
Immer mehr Schweizer Gemeinden sehen sich mit der Aufgabe konfrontiert, ein Internes Kontrollsystem (IKS) einzuführen oder eine Risikobeurteilung durchzuführen. Im Rahmen eines kantonsübergreifenden Forschungsprojekts wird zunächst eine Bestandesaufnahme bei den beteiligten Gemeinden durchgeführt und dann eine Praxisanleitung für die Einführung von Risikomanagement und IKS bei Gemeinden entwickelt. Mattig-Suter und Partner ist als Praxispartner am Projekt beteiligt.

Projektbeginn: 01.11.2012
Projektende: 31.10.2014
Projektförderung durch die eidgenössischen Kommission für Technologie und Innovation (KTI)
 

WAS wird bei diesem Projekt untersucht?


Der Druck zur Einführung von IKS oder Risikomanagement resultiert aus verschiedenen Ursachen: Zum einen gestaltet sich die Aufgabenerfüllung für die Gemeinden zunehmend anspruchsvoller; gestiegene Ansprüche der BürgerInnen, ein engeres gesetzliches Korsett und komplexe Sachfragen wie etwa die Infrastrukturplanung für eine gewachsene Bevölkerung sind nur einige Faktoren, welche hier zu nennen sind. Zum zweiten steigen die Anforderungen an finanzielle Transparenz sowie auch Kontrollmechanismen zum Schutz des Gemeindevermögens. Und schliesslich haben zahlreiche Kantone im Rahmen der Umstellung auf das neue Rechnungslegungsmodell HRM2 neue Vorschriften betreffend Risikobeurteilung / IKS in ihre Finanzhaushaltsgesetze aufgenommen.

Während in der Privatwirtschaft bereits Erfahrungen zur praktischen Umsetzung bestehen, ist dies im Bereich öffentliche Verwaltung nicht der Fall. Insbesondere fehlen konkrete Vorgaben zum Umfang des Risikomanagement / IKS, die Verknüpfung der beiden Führungsinstrumente ist unklar und es existieren keine Leitlinien für das Projektmanagement bei der Einführung. Diese Lücke soll durch das Forschungsprojekt geschlossen werden, indem ein Rahmenkonzept sowie praxisnahe Anleitungen zur Umsetzung erarbeitet werden.

WER ist involviert?


Die Projektleitung liegt bei der Hochschule Luzern sowie der Fachhochschule Nordwestschweiz. Als Anwendungspartner konnten insgesamt 18 Gemeinden aus 8 Kantonen sowie 3 Gemeindeverbände gewonnen werden. Mattig-Suter und Partner begleitet das Projekt als Hauptumsetzungspartner, indem es Praxiserfahrungen aus der Beratung einbringt und die wissenschaftlichen Konzepte aus der Umsetzungsperspektive ergänzt.


Gefördert wird das Projekt von der eidgenössischen Kommission für Technologie und Innovation (KTI).
Projektskizze
 
 

WAS sind die konkreten Ergebnisse?


Während des Projekts wird der Erfahrungsaustausch zwischen den Gemeinden durch verschiedene Symposien und Austauschplattformen gefördert. Auf Grundlage der Bestandesaufnahme wird ein Sollkonzept für die Einführung von Risikomanagement und IKS bei Gemeinden entwickelt, welches den beteiligten als Praxishilfe zur Verfügung gestellt wird. Die Elemente des Sollkonzepts sowie die Erfahrungen aus der Pilot-Einführung bei den Anwendungspartnern fliessen dann in eine Praxis-Anleitung, welcher das wichtigste Resultat des Projekts ist. Ein ausführlicher Leitfaden zur ganzheitlichen Risikobeurteilung sowie eine kompakte Schritt-für-Schritt-Anleitung fassen die Projektergebnisse für ein breites Publikum zusammen.

Forschungsprojekt «Internes Kontrollsystem für staatlich subventionierte NPOs

 
Mit den letzten Unterschriften im Dezember 2009 ist das Forschungsprojekt «Internes Kontrollsystem für staatlich subventionierte NPOs» vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT / Agentur zur Förderung innovativer Projekte (KTI) definitiv genehmigt.

WAS wird bei diesem Projekt untersucht?

 
Infolge der Anpassung des schweizerischen Obligationenrechts müssen mittelgrosse und grosse Unternehmen und Organisationen - unabhängig von ihrer Rechtsform - ab 2008 im Rahmen der jährlichen Revision ein Internes Kontrollsystem nachweisen. Bei den öffentlichen Verwaltungen der Schweiz werden zurzeit Anpassungen der IKS-relevanten Rechtsgrundlagen und des Leistungsvereinbarungs- sowie Beteiligungs-Controlling mit den NPOs vorgenommen. Ein aktueller Überblick, ob dies beispielsweise auch kleine NPOs betrifft, fehlt jedoch ebenso wie anerkannte Regularien und systematische Instrumente, wie mit dieser Thematik bei der öffentlichen Hand und mit den von ihr beauftragten NPOs umzugehen ist. Ziel dieses Methodenprojekts ist es, diese Lücke zu schliessen und mit allen wichtigen Akteuren wissenschaftlich fundierte sowie anwendungsorientierte Grundlagen für die Konkretisierung, Etablierung und Regulierung zu erarbeiten. (Zwischenprodukt: Symposium am Do., 18. Nov. 2010, an der FHNW, Basel; Endprodukte: Online-Tool und IKS-Leitfaden/Buch).

WER ist involviert?

 
Projektskizze
 
 

WIE ist das Vorgehen, WANN müssen die Produkte vorliegen?

Projektplanung:
Initialisierung: Juli 2008; Start der Realisierung: November/Dezember 2009
Projektdauer:
Zwei Jahre bis 31. Oktober 2011
Projektumfang:
CHF 770'000.--
Projektträgerschaft:
Vier Fachhochschulen und Vermarktungspartner:
 
 
Treuhand- und Revisionsgesellschaft Mattig-Suter und Partner Schwyz
Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Tessiner Fachhochschule
 
 
Hochschule Luzern HSLU/IFZ
Fernfachhochschule Schweiz